{"id":3031,"date":"2017-02-23T00:48:15","date_gmt":"2017-02-22T23:48:15","guid":{"rendered":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/?page_id=3031"},"modified":"2021-02-05T00:32:29","modified_gmt":"2021-02-04T23:32:29","slug":"hansen-theodor-dorffotograf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/hansen-theodor-dorffotograf\/","title":{"rendered":"Hansen Theodor, Dorffotograf"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hansen_Theodor_002.jpg\" rel=\"lightbox[3031]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"190\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hansen_Theodor_002-300x190.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3034\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hansen_Theodor_002-300x190.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hansen_Theodor_002.jpg 747w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Dorffotograf Theodor Hansen mit Ehefrau vor seinem Wohnhaus Foto: Archiv Heimatverein<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Theodor Hansen (*1882&nbsp; \u20201962) ist schon 50 Jahre alt, als er 1932 mit seiner Frau Frieda nach Wulfen kommt. Er hat eine Kamera dabei, die mit fotografischen Trockenplatten arbeitet. Theodor und Frieda Hansen wohnen im Dorf 14, heute Burgring 4.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">In Wulfen f\u00fcllt Theodor eine L\u00fccke:<br>F\u00fcr die n\u00e4chsten 25 Jahre wird er hier der Dorffotograf sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Er setzt Wulfener Familien ins Bild, er fotografiert Schulabg\u00e4nger. Theodor Hansen arbeitet stets sehr sorgf\u00e4ltig. Um ein einziges Familienfoto bei Polizeihaupt-wachtmeister Inhester aufzunehmen, braucht er bei wechselndem Sonnenlicht z.B. den ganzen Nachmittag.<br>Theo Hansen kennt Bernhard Inhester gut, denn seit 1935 arbeitet er in seiner Nachbarschaft. Theodor ist der Verwalter des Wulfener Heimatmuseums im Haus Wilms am Bahnhof.<br>W\u00e4hrend des Krieges wohnen die Hansens Dimke 14 1\/2. Das Haus wird 1941 von Brandbomben getroffen und 1944 zerst\u00f6rt. Zu der Zeit ist Theo Hansen einer von zwei Spritzmeistern in Wulfen. Bei ihm in Dimke steht ein Bespr\u00fchungsger\u00e4t. Theodors gr\u00f6\u00dfter Feind ist der Kartoffelk\u00e4fer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Sein bekanntestes Bild zeigt die am 22.03.1945 zerst\u00f6rte Matth\u00e4uskirche<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ab 1946 wohnen Hansens in der N\u00e4he des heutigen Sportplatzes im Dorf 190 a, heute Im Hundel 22. Ihr Haus wird als Baracke beschrieben. Theo ist nun Baumw\u00e4rter im Wulfener Obst- und Gartenbauverein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Er betreut oft die Knaben der Matth\u00e4usschule bei ihren j\u00e4hrlichen Nisth\u00f6hlenwettbewerben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Theodor Hansen wird jetzt im Dorf \u201eOpa Hansen\u201c genannt. Opa Hansen arbeitet auch f\u00fcr den Sch\u00fctzenverein. Er \u00fcberwacht das \u00dcbungsschie\u00dfen. Der erste Kugelfang an der Vogelstange wird von ihm gebaut.<br>Theo Hansen ist kein Mitglied des Sch\u00fctzenvereins, geht aber bei jedem Sch\u00fctzenfest im Festzug mit. Er tr\u00e4gt dabei einen S\u00fcdwesterhut und einen \u201egelben Anzug\u201c. Ist es der Anzug des Kolonialkriegerbundes? M\u00f6glich w\u00e4re es. Theodor Hansen ist tats\u00e4chlich Mitglied im Verband der deutschen Kolonialkrieger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Denn bevor Theo Hansen nach Wulfen kommt, erlebt er in Deutsch S\u00fcdwestafrika, dem heutigen Namibia, das Abenteuer seines Lebens.<br>Als Postschaffner f\u00e4hrt er 1914, am Vorabend des ersten Weltkrieges, im Auftrag der Reichspost mit der <em>Gertrud <\/em><em>Woermann<\/em> in die deutsche Kolonie S\u00fcdwest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Postbeamte Theo Hansen wird dort w\u00e4hrend des Krieges im Telegrafie-Leitungsbau eingesetzt. Dabei findet er Gefallen an der Jagd, da das Wild zur Fleischversorgung freigegeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Kurz ger\u00e4t er in Gefangenschaft und wird im Kriegsgefangenenlager \u201e<em>Aus\u201c<\/em> interniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Deutsch-S\u00fcdwest wird Theodor Hansens gro\u00dfe Liebe. 1919 wird er von den Briten deportiert. Sein Herz jedoch wird f\u00fcr immer in S\u00fcdwest bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Von seinen Besitzt\u00fcmern bleiben Theodor seine Bilder. Es gelingt ihm auch, Andenken mitzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Theodor Hansen bringt ebenfalls einige Tageb\u00fccher in Sicherheit. Und: Er rettet seinen S\u00fcdwesterhut!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Opa Hansen wird im Dorf auch \u201eAfrikaforscher\u201c genannt. In Lichtbildvortr\u00e4gen f\u00fcr den Heimatverein zeigt er seine Bilder.<br>Es sind etliche Aufnahmen von eingeborenen Frauen mit blo\u00dfen Br\u00fcsten dabei. Nicht alle im Dorf sind begeistert davon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Theodor Hansen stirbt 1962. Er war<br>&#8211; ein schillernder Paradiesvogel<br>&#8211; ein bunter Hund<br>&#8211; Postschaffner<br>&#8211; Kolonialkrieger<br>&#8211; Abenteurer<br>&#8211; Gewerbetreibender<br>&#8211; Gastwirt<br>&#8211; Museumsverwalter<br>&#8211; Spritzmeister<br>&#8211; Baumw\u00e4rter<br>&#8211; Dorffotograf<br>&#8211; und f\u00fcr immer ein S\u00fcdwester<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">An dieser Stelle k\u00f6nnen Sie Informationen \u00fcber den Wulfener Dorffotografen Theodor Hansen als PDF-Datei einsehen oder herunterladen.<br>Bitte klicken Sie hier <a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Theodor_Hansen__Dokumentation.pdf\">Theodor Hansen Dokumentation<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Theodor Hansen (*1882&nbsp; \u20201962) ist schon 50 Jahre alt, als er 1932 mit seiner Frau Frieda nach Wulfen kommt. Er hat eine Kamera dabei, die mit fotografischen Trockenplatten arbeitet. 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