{"id":5570,"date":"2018-11-07T10:47:18","date_gmt":"2018-11-07T09:47:18","guid":{"rendered":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/?page_id=5570"},"modified":"2021-02-01T23:07:14","modified_gmt":"2021-02-01T22:07:14","slug":"gedenktafel-familie-moises","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/gedenktafel-familie-moises\/","title":{"rendered":"Gedenktafel Familie Moises"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Auf Anregung der Geschichtsgruppe des Heimatvereins Wulfen 1922 e.V. wurde aus Anlass des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 an die Gr\u00e4ueltaten und Exzesse der Nationalsozialisten erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Im Rahmen einer stillen Stunde enth\u00fcllte der Heimatverein Wulfen 1922 e.V. am 10. November 2013 um 11.00 Uhr zum Gedenken an die \u00e4lteste j\u00fcdische Familie im Raum Dorsten am Geb\u00e4ude der Sparkasse Vest Recklinghausen Gesch\u00e4ftsstelle Wulfen eine Gedenktafel, um sie der Wulfener Bev\u00f6lkerung zug\u00e4nglich zu machen. &nbsp;In diesem Haus wohnte die j\u00fcdische Familie Moises seit 1930 und betrieb dort eine Textilhandlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die Geschichte der j\u00fcdischen Familie Moises&nbsp; soll im Folgenden erz\u00e4hlt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die j\u00fcdische Familie Moises<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Stammbaum der j\u00fcdischen Familie \u201eMoises\u201c geht bis zum Ende des 1800. Jahrhunderts zur\u00fcck. Der Ahnherr der Wulfener Linie, Abraham, wurde im Jahre 1766 geboren. Er war verheiratet mit Juttela Michael, gen. Gudel. Er erhielt im Jahre 1800 vom F\u00fcrsten Salm-Salm in Ahaus einen Geleitbrief, mit dem er von Anholt an der niederl\u00e4ndischen Grenze nach Wulfen zog. Die Familie ist somit wohl die nachweisbar \u00e4lteste j\u00fcdische Familie im heutigen Dorsten. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_003.jpg\" rel=\"lightbox[5570]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_003-300x205.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5575\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_003-300x205.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_003-768x525.jpg 768w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_003-1024x701.jpg 1024w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_003-440x301.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Wohnhaus der Familie Moises Moises Dorf Nr. 3 1\/2<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Abraham war Metzger und H\u00e4ndler. Mit der Kiepe auf dem R\u00fccken betrieb er zun\u00e4chst einen Kleinhandel in Wulfen, bis er im Jahre 1820 ein Manufakturwarengesch\u00e4ft er\u00f6ffnete. Das Dorf Wulfen z\u00e4hlte zu diesem Zeitpunkt etwa 900 Bewohner. Er starb im Jahre 1847 und wurde auf dem j\u00fcdischen Friedhof&nbsp; in Wulfen \u201eAuf der Koppel\u201c begraben. Das Grundst\u00fcck f\u00fcr den Friedhof hatte er bereits 10 Jahre zuvor erworben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Sein erstgeborener Sohn <strong>Moses<\/strong>, der im Jahre 1819 in Wulfen zur Welt kam, \u00fcbernahm das elterliche Gesch\u00e4ft. Er war also auch als H\u00e4ndler und Metzger t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die damalige preu\u00dfische Regierung erlie\u00df am 31.10.1845 ein Gesetz zur Liberalisierung der Namensregelung. Das hie\u00df, dass alle Juden einen <strong>\u201efesten vererbbaren Namen\u201c<\/strong> annehmen mussten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Da man <strong>\u201eMoses\u201c <\/strong>im Wulfener Dialekt <strong>\u201eMoises\u201c<\/strong> aussprach, so wollte Moses gerne diesen Namen behalten. Der damals amtierende B\u00fcrgermeister \u201eAmtmann\u201c Franz Brunn hat ihm daraufhin folgenden Vorschlag gemacht:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Moses&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; als Vorname<br>Moises&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; als Hausname<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Daraus hat sich im Volksmund dann der Name <strong>\u201eMoises Moises\u201c<\/strong> entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Moises Moises lebte mit seiner Frau Henriette Wertheim in <strong>zweiter<\/strong> Generation unbeschwert in Wulfen. Er und seine Frau wurden in Wulfen auf dem j\u00fcdischen Friedhof beerdigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die nachfolgende <strong>dritte<\/strong> Generation mit <strong>Meier<\/strong> Moises, der 1862 ebenfalls in Wulfen geboren wurde, brachte mit seiner Frau Johanna Jacob sieben Kinder zur Welt, davon starben drei im Kindesalter. Sie wurden auf dem j\u00fcdischen Friedhof in Wulfen begraben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u00dcber Meier Moises wissen wir, dass er 1882 Sch\u00fctzenk\u00f6nig des Allgemeinen B\u00fcrgersch\u00fctzenvereins Wulfen und lange Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wulfen war. Er war also festes und geachtetes Mitglied der d\u00f6rflichen Gemeinschaft. Das hier an dieser Stelle stehende Haus wurde im Jahre 1930 von ihm erbaut. In diesem Haus fanden sie aber nur f\u00fcr kurze Zeit ihr Gl\u00fcck, wie sich einige Jahre sp\u00e4ter erweisen sollte. Er wurde im Jahre 1937 in Wulfen <strong>noch<\/strong> in Frieden auf dem j\u00fcdischen Friedhof beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_002.jpg\" rel=\"lightbox[5570]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"168\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_002-300x168.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5574\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_002-300x168.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_002-768x431.jpg 768w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_002-440x247.jpg 440w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_002.jpg 791w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Thron 1930 &#8211; Adele Moises, Heinrich Maag, Bernhardine Osterkamp, Franz Wilms, K\u00f6nigin Josefine Fitting, K\u00f6nig Bernhard Osterkamp, Elisabeth Kleine-Kottendorf, Anton Rickert<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Diese Eingebundenheit in das Gemeinschaftsleben setzte sich mit seinem im Jahre 1900 in <strong>vierter<\/strong> Generation geborenen Sohn <strong>Josef<\/strong> Moises und seinen Schwestern Henriette (Jettchen genannt), Paula und Adele zun\u00e4chst fort. Wir wissen, dass Josef im Jahre 1922 Mitbegr\u00fcnder des Heimatvereins Wulfen 1922 e.V. war. Ebenso war er Mitglied des Sch\u00fctzenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr. Seine Schwester Adele wurde 1930 vom damaligen Sch\u00fctzenk\u00f6nig Bernhard Osterkamp zur Ehrendame gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Umso erschreckender ist, dass Im Jahre 1938 die Familie Moises von den ideologisch verblendeten Nationalsozialisten gedem\u00fctigt und misshandelt wurde. Sie wurde gezwungen, das Haus und das darin eingerichtete Textilgesch\u00e4ft an eine Familie aus Raesfeld zu einem Spottpreis verkaufen. Adele Moises wurde aus dem Dorf getrieben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001.jpg\" rel=\"lightbox[5570]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"179\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001-300x179.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5573\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001-300x179.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001-768x458.jpg 768w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001-440x262.jpg 440w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001-480x288.jpg 480w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001-320x192.jpg 320w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001-240x144.jpg 240w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_001.jpg 926w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Josef Moises &#8211; Gruppenbild 1932 &#8211; Anlass 25j\u00e4hriges Jubil\u00e4um der Freiwilligen Feuerwehr Wulfen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Einige Zeit sp\u00e4ter wurden Adele und ihre Schwester Paula in das Konzentrationslager nach Riga deportiert und kamen dort &#8211; wie auch ihre Ehem\u00e4nner Moritz Falke und Fritz Wieler &#8211;&nbsp; ums Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Nationalistisches Denken und Handeln beendete das j\u00fcdische Leben dieser Familie in dem Dorf Wulfen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_005.jpg\" rel=\"lightbox[5570]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"170\" height=\"300\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_005-170x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5577\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_005-170x300.jpg 170w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_005-440x776.jpg 440w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_005.jpg 522w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/><\/a><figcaption>Josef Moises im Jahre 1983 auf seiner Obstplantage im Kibbuz Beth-Jizchak (N\u00e4he Haifa)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Josef Moises und seiner Frau Senta sowie seiner Schwester Henriette (gen. Jettchen) gelang es noch, nach Pal\u00e4stina auszureisen. Dort baute Josef eine Obstplantage auf.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_004.jpg\" rel=\"lightbox[5570]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"203\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_004-300x203.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5576\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_004-300x203.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_004-768x519.jpg 768w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_004-1024x693.jpg 1024w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_004-440x298.jpg 440w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_004.jpg 1060w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Letzte Ruhest\u00e4tte von Josef und Senta Moises auf dem Friedhof in Beth-Jizchak<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Er blieb trotz aller erlittenen Gr\u00e4uel seinem Heimatdorf Wulfen zutiefst verbunden. Im Jahre 1985 wurde er in Israel zu Grabe getragen. Seine Frau Senta fand ebenfalls einige Jahre sp\u00e4ter dort ihre letzte Ruhe. Die Schwester Henriette war bereits im Jahre 1966 in Israel verstorben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u00dcber die Tochter von Josef und Senta Moises, mit Namen <strong>Miriam<\/strong>, die bereits in Israel zur Welt kam, wissen wir, dass sie mit Moshe Yust verheiratet war. Von ihm erfuhren wir, dass sie im Jahre 1997 verstorben ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die 5. \u2013 7. Generation in Israel<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Ehemann von Miriam, Moshe Yust, teilte uns mit, dass aus seiner Ehe mit Miriam zwei S\u00f6hne hervor gingen. Die S\u00f6hne haben inzwischen selbst insgesamt 14 Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Tr\u00f6stlich ist in diesem Zusammenhang die Tatsache &#8211; wenn &nbsp;man das so sagen darf &#8211; dass es dem Hitler-Regime nicht gelungen ist, die gesamte Familie \u201eauszurotten\u201c, um im Sprachgebrauch dieser Verbrecher an der Menschlichkeit zu bleiben. Die Familie Moises konnte sich mit Miriam, ihren&nbsp; zwei S\u00f6hnen und deren 14 Kinder bis heute in die 7. Generation fortpflanzen<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_006.jpg\" rel=\"lightbox[5570]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"125\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_006-300x125.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5578\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_006-300x125.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_006-768x319.jpg 768w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_006-1024x425.jpg 1024w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/HVW_Moises_006-440x183.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Die Nachfahren von Josef und Senta Moises in Israel: Abgebildet: Moshe Yust (Schwiegersohn) mit den beiden S\u00f6hnen plus Schwiegert\u00f6chtern sowie 14 Enkelkindern (Urenkel von Senta und Josef Moises.) Neben Moshe sitzt die Frau, die er nach Miriams Tod (Tochter von Josef und Senta) geheiratet hat.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tag des Gedenkens<br><\/strong><strong>Sonntag, der 10. November 2013<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das hiesige Geb\u00e4ude wurde 1960 von der Sparkasse Vest Recklinghausen gekauft. Seitdem wird es von der Sparkasse als Gesch\u00e4ftsstelle Wulfen genutzt. Heute wollen wir an diesem Haus eine Gedenktafel anbringen, um damit an die Familie Moises zu erinnern. Und daran, dass nationalistisches Denken und Handeln das j\u00fcdische Leben dieser Familie in dem Dorf Wulfen beendete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Heimatverein wollte mit der Einweihung der Gedenktafel nicht richten oder Anklage erheben, aber viele haben damals weggeschaut, Hilfe unterlassen und nicht zu ihnen gestanden, als sie gewaltsam aus unserer Mitte gerissen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Vielmehr sollte mit dieser Gedenkstunde an alle Demokraten appelliert werden, dass sich ein solcher Wahnsinn, verbunden mit einer nicht vorstellbaren Menschenverachtung, nie wiederholen darf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Was unsere Generation und die folgenden daraus lernen sollen, ist, dass sich solches Unheil nie wieder ereignen m\u00f6ge.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wir gedenken ihrer in Ehrfurcht und tiefer Verbundenheit und bitten um Vergebung.<\/strong><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Anregung der Geschichtsgruppe des Heimatvereins Wulfen 1922 e.V. wurde aus Anlass des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. 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