{"id":6275,"date":"2019-04-27T16:55:24","date_gmt":"2019-04-27T14:55:24","guid":{"rendered":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/?page_id=6275"},"modified":"2021-02-05T00:36:20","modified_gmt":"2021-02-04T23:36:20","slug":"overfeld-kaethe-hausmeisterin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/overfeld-kaethe-hausmeisterin\/","title":{"rendered":"Overfeld K\u00e4the, Hausmeisterin"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Bekannt war Katharina Overfeld in Wulfen nur unter Tante\nK\u00e4the oder unter K\u00e4the. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Overfeld_Kaethe_002.jpg\" rel=\"lightbox[6275]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Overfeld_Kaethe_002.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6296\" width=\"213\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Overfeld_Kaethe_002.jpg 426w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Overfeld_Kaethe_002-230x300.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a><figcaption>Tante K\u00e4the<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Katharina Overfeld,<br> * 08.10.1920 in Hervest-Dorsten,<br> \u2020 03.12.2018 in Lembeck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Aufgewachsen ist Tante K\u00e4the in Hervest-Dorsten. Sie\nleistete ihren Dienst als Pflichtjahrm\u00e4dchen in Wulfen auf der Erwiger H\u00f6fe, auf\ndem Hof von Alfons und Gertrud Overfeld ab. Danach blieb sie der Familie Overfeld\nmit den 4 Kindern (Gertrud, Mechthild, Norbert und Alfons) noch einige Jahre\ntreu. Im Anschluss daran ging sie zur\u00fcck nach Hervest und lebte von\n\u201ePutzstellen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Tante K\u00e4the lebte in einer Nachkriegszeit, in der die Frauen\ndie Leidtragenden des Krieges waren. Die Frauen in der damaligen Zeit waren\nk\u00f6rperlich und psychisch stark belastet und waren die prim\u00e4ren St\u00fctzen der\nGesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Auf dem Hof Overfeld lernte Tante K\u00e4the dann auch ihren Mann\nHermann kennen. Er wurde im Krieg verletzt und war stark gezeichnet durch die\nKriegsgefangenschaft. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ein gro\u00dfes Ziel vom damaligen B\u00fcrgermeister Johann\nSchonebeck war es, dass alle Wulfener gut versorgt waren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Daher wurde damals genau \u00fcberlegt, mit wem die\nHausmeisterstelle an der Matth\u00e4usschule neu besetzt werden konnte. Hermann\nOverfeld erging es, wie vielen anderen M\u00e4nnern auch, dass er die Stelle\naufgrund der Kriegsverletzungen nicht antreten konnte. Da kam Tante K\u00e4the ins\nSpiel. Der damalige Standesbeamte Otto, Alfons Overfeld und B\u00fcrgermeister\nJohann Schonebeck f\u00e4delten es so ein, dass Tante K\u00e4the offiziell 1955 die\nStelle als Hausmeisterin antrat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Aufgrund dessen mussten Tante K\u00e4the und Onkel Hermann\nkurzfristig heiraten. Die Ehe blieb kinderlos. Bis zur Fertigstellung der\nHausmeisterwohnung direkt an der Schule wohnten beide in einer Wohnung \u00fcber dem\nalten Standesamt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die damals \u00fcbliche Schulspeisung war zu Beginn von Tante\nK\u00e4thes Hausmeistert\u00e4tigkeit beendet. Daf\u00fcr war es aber \u00fcblich, dass am Samstag\nregelm\u00e4\u00dfig im Keller der Matth\u00e4usschule gebadet wurde. Die Brausen und\nWannenb\u00e4der durften von der Dorfbev\u00f6lkerung benutzt werden. Verantwortlich\ndaf\u00fcr war das Hausmeisterehepaar. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Als Hausmeister waren beide nicht nur f\u00fcr die Belange der\nSchule zust\u00e4ndig. Auch die Vereine, die die Turnhalle nutzten, standen in engem\nKontakt zum Hausmeisterpaar. &nbsp;Den\nErz\u00e4hlungen nach wurden in der Pause auch schon mal Fahrradreifen geflickt,\noder aber auch durch Tante K\u00e4the diskret Hygieneartikel an Sch\u00fclerinnen\nverteilt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Und haben sich Sch\u00fcler der Matth\u00e4usschule w\u00e4hrend der\nSchulzeit, oder in der Freizeit, mal schlecht benommen, kamen die mahnenden\nWorte von Tante K\u00e4the: \u201eIch kenne deine Eltern, deinen Lehrer und den Rektor!\u201c Das\nwaren noch Worte, die bei den Sch\u00fclern Wirkung zeigten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Mit einem strengen, respekt- und auch liebevollen Umgang war\nTante K\u00e4the bis zur Pensionierung fast 25 Jahre Hausmeisterin der Hauptschule. Sie\ngalt als heimliche Chefin der Schule und hat Wulfen \u00fcber viele Jahre im\nHintergrund gepr\u00e4gt. Bis im hohen Alter war es bezeichnend f\u00fcr Tante K\u00e4the,\ndass sie sich f\u00fcr Schw\u00e4chere, Ordnung, gutes Benehmen und Gerechtigkeit stark\ngemacht hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Bis zu Beginn ihrer Demenzerkrankung im Jahr 2008 wohnte\nTante K\u00e4the noch eigenst\u00e4ndig in Wulfen, Frankenstra\u00dfe 6, mit Blick auf IHRE\nSchule.<br>\n<br>\nEine kurze Erinnerung an unsere Tante K\u00e4the. Erst nach ihrem Tod wurde mir\nbewusst, was Tante K\u00e4the in ihrem vom Krieg gepr\u00e4gten Leben geleistet hat und\ndass sie unbewusst eine Vorreiterin der emanzipierten Frauen war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wulfen im April 2019, Barbara Simon (geb. Overfeld)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bekannt war Katharina Overfeld in Wulfen nur unter Tante K\u00e4the oder unter K\u00e4the. Katharina Overfeld, * 08.10.1920 in Hervest-Dorsten, \u2020 03.12.2018 in Lembeck Aufgewachsen ist Tante K\u00e4the in Hervest-Dorsten. 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