{"id":8269,"date":"2021-03-24T00:58:48","date_gmt":"2021-03-23T23:58:48","guid":{"rendered":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/?page_id=8269"},"modified":"2021-03-24T00:58:49","modified_gmt":"2021-03-23T23:58:49","slug":"schuermann-dr-johann","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/schuermann-dr-johann\/","title":{"rendered":"Sch\u00fcrmann Dr. Johann"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1.Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen 1984 &#8211; 1991<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_001.jpeg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_001.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8220\" width=\"321\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_001.jpeg 428w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_001-201x300.jpeg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 321px) 100vw, 321px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Im Wulfener Wauert Nr. 31 schellte der Wecker stets in aller Fr\u00fche. Drei kleine M\u00e4dchen wollten vor der Schule versorgt werden. Milch einschenken. Marmeladenbrote schmieren. Vorfreude teilen. \u00c4ngste zerstreuen. Pausenbrote<br>f\u00fcr die Schule belegen. Loben. Ermahnungen aussprechen. Drei Tornister kontrollieren. Zwischendurch Pferdeschw\u00e4nze binden und der J\u00fcngsten Z\u00f6pfe flechten. Sich selbst einen Kaffee aufsch\u00fctten. Schnell den Einkaufszettel einstecken, um irgendwann am sp\u00e4ten Nachmittag die Arbeit zu unterbrechen und alles im Haushalt Fehlende einzukaufen. Schon vor Tagesanbruch hatte Dr. Johann Franz \u201eHannes\u201c Sch\u00fcrmann gar nicht wenig zu tun, denn vor allen anderen Anforderungen in seinem Leben stand die F\u00fcrsorge f\u00fcr die T\u00f6chter. Eine Verpflichtung, mit der ihre kranke Mutter oft \u00fcberfordert war. Hannes Sch\u00fcrmann kam dieser Aufgabe mit Freude nach. Er war leidenschaftlich gern Vater (sp\u00e4ter Gro\u00dfvater), Tierarzt und Wulfener. Und zwar ganz genau in dieser Reihenfolge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Im Vatersein hatte er sich seinen eigenen Vater zum Vorbild genommen. Der Sattler und Polsterer Heinrich Sch\u00fcrmann, Dorf 105, zog nach dem fr\u00fchen Tod seiner Frau Elisabeth Josephine \u201eSophia\u201c seine f\u00fcnf S\u00f6hne alleine gro\u00df. Johann \u201eHannes\u201c, geboren am 11. Januar 1919, war der zweitj\u00fcngste und derjenige, dessen Ausbildung dem Vater das meiste Kopfzerbrechen verursachte. Er war der einzige Sohn, der das Gymnasium besuchte. Sollte er an seinem Plan, das Abitur abzulegen, festhalten, w\u00fcrde er noch \u00fcber etliche Jahre erhebliche Kosten verursachen. Und dann studieren? Wie sollte das gehen? Als selbstst\u00e4ndiger Sattler hatte Heinrich Sch\u00fcrmann keine S\u00e4cke voll Gold im Keller zu stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Neben dem Vater war auch sein Onkel, der Wulfener Tierarzt Dr. Aloys Sch\u00fcmann, der mit seiner Frau \u00c4nne im gleichen Haus wohnte, f\u00fcr Hannes Sch\u00fcrmann ein bewundertes Vorbild, dem es nachzueifern galt. Und so blieb der Knabe auf der Schule und tr\u00e4umte davon, sp\u00e4ter einmal selber Tiermedizin zu studieren. F\u00fcr die damit verbundenen finanziellen Belastungen fand sich im Jahr 1937 eine unverhoffte L\u00f6sung. Die deutsche Wehrmacht ben\u00f6tigte Offiziere. Deshalb unterbreitete sie in diesem Jahr den Unterprimanern das Angebot einer vorgezogenen Reifepr\u00fcfung. Im Gegenzug f\u00fcr das vorzeitig erlangte Abitur sollten sie sich auf unbestimmte Zeit bei der Wehrmacht verpflichten. Geworben wurde mit zahlreichen Verg\u00fcnstigungen wie kostenlose Unterkunft und Verpflegung in der Kaserne, die M\u00f6glichkeit, den F\u00fchrerschein zu erwerben, die Weiterzahlung des Solds w\u00e4hrend des Studiums, die Freistellung von Studiengeb\u00fchren. Zu dieser materiellen Absicherung und der M\u00f6glichkeit eines gesellschaftlichen Aufstiegs gesellte sich die Aussicht auf Abenteuer in Form von Fliegen, Segeln, Panzer fahren, usw.. Nicht zuletzt motivierte das Gef\u00fchl eines neuen Kameradschaftsgeistes. Was immer junge M\u00e4nner sich so vorstellen, die sich in Friedenszeiten zum Milit\u00e4r melden und nicht damit rechnen, dass sie als Soldaten in einen sehr reellen Krieg ziehen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Namentlich Abiturienten, die eine Offizierslaufbahn im human- oder veterin\u00e4rmedizinischen Bereich anstrebten, wurden gesucht. Hannes Sch\u00fcrmann griff zu.<br>Nach der Ableistung eines sechsmonatigen Arbeitsdienstes wurde er am 2. November 1937 in einer Veterin\u00e4rkompanie der Wehrmacht aufgenommen. Erst im August 1945 wurde er wieder entlassen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_002.jpeg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_002.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8221\" width=\"209\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_002.jpeg 417w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_002-195x300.jpeg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Hannes Sch\u00fcrmann war 20 Jahre alt, als 1939 der 2. Weltkrieg begann. Ein Krieg, in dem nicht nur Menschen, sondern auch Pferde, Maultiere, Hunde, Tauben und Ochsen ihren Dienst in der Wehrmacht abzuleisten hatten. Insgesamt wurden auf der deutschen Seite etwa 2,8 Millionen Pferde und Maultiere eingesetzt, von denen rund 1,65 Millionen den Krieg nicht \u00fcberlebten. Hier sammelte Hannes Sch\u00fcrmann seine ersten Erfahrungen im tiermedizinischen Bereich. Mit seiner Kompanie erlebte er den Krieg in Polen und war beim Frankreichfeldzug dabei. Um ab und an den Kopf ein wenig frei zu bekommen, beteiligte er sich an privaten Boxk\u00e4mpfen.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_003.jpeg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_003.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8222\" width=\"395\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_003.jpeg 526w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_003-300x274.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Im Jahr 1941 musste Hannes Sch\u00fcrmann erleben, dass Leid und Gl\u00fcck oft nah beieinander liegen. Am 26. August des Jahres verungl\u00fcckte sein geliebter Onkel, Dr. Aloys Sch\u00fcmann, t\u00f6dlich. Noch gedr\u00fcckt durch seinen schweren Kummer erhielt Hannes Sch\u00fcrmann nur kurze Zeit sp\u00e4ter eine erl\u00f6sende Nachricht: Nach \u00fcber 3 1\/2 Dienstjahren bei der Wehrmacht und mindestens 2 Jahren im Krieg wurde es ihm erm\u00f6glicht, zu studieren. Er erhielt f\u00fcr das Wintersemester 1941 einen Studienplatz an der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover. Rechtzeitig genug, um nicht mehr an der t\u00f6dlichen Ostfront eingesetzt werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Er trat der hannoverschen Burschenschaft Alt-Germania bei. Als gut aussehender Hallodri genoss er das Studentenleben in vollen Z\u00fcgen. Im Oktober 1946 legte er sein Examen ab und erhielt im Juli 1947 die Bestallung als Tierarzt. Er kehrte zur\u00fcck nach Wulfen. Mit 31 Jahren \u00fcbernahm er hier 1951 die Tierarztpraxis von Dr. Stenert. Jene Praxis, in die der amtierende Tierarzt vor zehn Jahren seinem Onkel Aloys nachgefolgt war. Nun arbeitete mit Hannes Sch\u00fcrmann wieder ein Sch\u00fcrmann als Tierarzt in Wulfen. Im Juli 1955 wurde er zum Beschauungstierarzt bestellt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_004.jpg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_004.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8238\" width=\"450\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_004.jpg 900w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_004-300x202.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_004-768x516.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Endlich war er da, wo er immer hingewollt hatte. Der Beruf war ihm Berufung. Er war nicht unbedingt der Mann f\u00fcr Hamster, Meerschweinchen oder Pudel. Seine Passion waren die Nutztiere und unter den Nutztieren die Rindviecher. Mit Leib und Seele bei der Sache arbeitete er rund um die Uhr, war Tag und Nacht erreichbar. Er war gerne drau\u00dfen bei den Bauern auf ihren H\u00f6fen, trank mit ihnen Korn zum Abschluss eines erfolgreich durchgef\u00fchrten Eingriffs, lie\u00df sich mit Vergn\u00fcgen zu deftiger Hausmannskost einladen. Er liebt es, platt zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nach zehn Jahren praktischer Arbeit &#8211; ohne je einmal in Urlaub gefahren zu sein &#8211; packte ihn dann doch f\u00fcr alle \u00fcberraschend die Lust, die erworbenen F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten theoretisch zu reflektieren und mit anderen zu teilen. Er schrieb sich erneut an der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover ein. Im Dezember 1964 promovierte er mit \u201eUntersuchungen \u00fcber den Eutergesundheitszustand von Milchkuhbest\u00e4nden innerhalb eines tier\u00e4rztlichen Praxisbereiches\u201c. Euter, die nicht gesund waren, stellten in seiner Praxis ein schwerwiegendes Problem dar. Daf\u00fcr brannte Hannes Sch\u00fcrmann. Und so kam es, dass er, der sich fr\u00fcher nie mehr als unbedingt notwendig in theoretische Abhandlungen vertieft hatte, seine Promotionsarbeit hochengagiert und mit &#8222;selten gro\u00dfer Sorgfalt und Genauigkeit&#8220; durchf\u00fchrte. Sein Gutachter war beeindruckt: &#8222;Die hierbei aufgewandte M\u00fche geht \u00fcber das Ma\u00df einer durchschnittlichen Dissertation hinaus. Die Untersuchungsergebnisse wurden mit erstaunlichem Flei\u00df zusammengestellt und ausgewertet.&#8220; Die Arbeit wurde mit \u201esehr gut\u201c benotet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Mit 65 Jahren wurde Hannes Sch\u00fcrmann als Beschauungstierarzt berentet. Da nun auch die Bauern immer mehr T\u00e4tigkeiten \u00fcbernahmen, die fr\u00fcher dem Tierarzt \u00fcberlassen waren (Kastrationen, Impfungen), lie\u00df er es generell langsamer angehen. Er freute sich, mehr Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen. Schon zu Berufszeiten hatte er, wann immer es seine Zeit erlaubte, die Kinder (nicht nur seine eigenen, sondern auch die der Nachbarn) ins Auto gepackt und gegen Abend \u00fcber die Feldwege durch die Bauernschaften gefahren. Wenn es im Winter gen\u00fcgend geschneit hatte, zog er sie mit am Auto befestigten Schlitten hinter sich her. Bei den Enkelkindern wurde das sp\u00e4ter getoppt mit einem regelm\u00e4\u00dfigen Stop im Wiesental oder bei Flagge, wo Opa Hannes Pommes spendierte. Mit etwas Gl\u00fcck konnte man auf diesen Ausfl\u00fcgen ein paar Hasen hoppeln sehen, weshalb diese Spazierfahrten in der Familie Sch\u00fcrmann \u201eH\u00e4schentouren\u201c hie\u00dfen. Dar\u00fcber hinaus ging Hannes Sch\u00fcrmann gern kegeln. Auch seinen ersten Urlaub verbrachte er mit seinem Kegelclub.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_005.jpeg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_005.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8224\" width=\"229\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_005.jpeg 458w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_005-215x300.jpeg 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Im Dorf wurde er jetzt ebenfalls aktiver. Zum Jubil\u00e4umssch\u00fctzenfest 1983 konnte er seine Frau Gudrun \u00fcberreden, gemeinsam mit ihm den Sch\u00fctzenthron anzuvisieren. Tats\u00e4chlich wurde er nach einem harten Wettstreit mit Heinz Diekert mit dem 53. Schuss Jubil\u00e4umsk\u00f6nig. Und man glaubt es kaum, aber auch das tat er in der Nachfolge seines Onkels Dr. Aloys Sch\u00fcrmann, der beim Jubil\u00e4umsfest vor 50 Jahren K\u00f6nig geworden war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_006.jpg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"592\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_006.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8241\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_006.jpg 900w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_006-300x197.jpg 300w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_Johannes_006-768x505.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption>Sch\u00fctzenfest Montag 1983: 150j\u00e4hriges Jubil\u00e4um,<br>Resi Roring, Hermann Mergen, Mathilde Mergen, Hans Roring,<br>Kgn. Elisabeth Kohl, Kg. Dr. Hannes Sch\u00fcrmann, Gudrun Sch\u00fcrmann, Paul Kohl<br>Foto: http:\/\/www.wulfener-schuetzenverein.de\/bilder\/throngemeinschaften-1927-2009\/#close<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_007.jpg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_007.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8226\" width=\"314\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_007.jpg 419w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_007-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nachdem Ende 1983 eine Arbeitsgruppe den Heimatverein Wulfen wieder mit Leben gef\u00fcllt hatte, war Hannes Sch\u00fcrmann 1984 einer der ersten, die dem Verein beitraten. Auch damit folgte er seinem Onkel wie auch seinem Vater. Beide geh\u00f6rten 1922\/23 zu den ersten Mitgliedern des Heimatvereins Wulfen und blieben dem Verein treu bis zu ihrem Tod. Als 1. Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen 1922 e.V. fand Hannes Sch\u00fcrmann ein neues Bet\u00e4tigungsfeld. Er stand dem Heimatverein bis zu seinem Tod 1991vor und \u00fcbte einen entscheidenden Einfluss auf das Wirken des Vereins aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Im Juli 1985 konnte er das 300. Mitglied begr\u00fc\u00dfen. Die praktische Arbeit war in Gruppen organisiert. Ein Arbeitskreis verantwortete die \u201ePlanung und Durchf\u00fchrung wiederkehrender Veranstaltungen\u201c. Ein anderer Arbeitskreis besch\u00e4ftigt sich mit Sitten und Gebr\u00e4uchen.<br>Es gr\u00fcndeten sich Gruppen zur Pflege der plattdeutschen Sprache und zur Heimatgeschichte Wulfens. Weitere Gruppierungen widmeten sich dem Theaterspiel und Volkstanz, dem gemeinschaftlichen Singen sowie dem Naturschutz und der Gestaltung des Ortsbildes. Auch die alte Tradition der Schnadeg\u00e4nge lie\u00df man wieder aufleben. Nachdem im September 1985 das erste Heimatfest auf dem Matth\u00e4usschulhof begangen worden war, lud der Verein zu Beginn des Folgejahres zu einem \u201eWestf\u00e4lischen Panhas- un Wostbrodetten\u201c in Kochs Scheune ein und begr\u00fcndete damit eine neue Tradition. Eine Art \u201eHeimatstube\u201c fand sich im ger\u00e4umigen Archiv im Keller der Matth\u00e4usschule.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_008.jpg\" rel=\"lightbox[8269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_008.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8227\" width=\"353\" height=\"161\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_008.jpg 705w, https:\/\/heimatverein-wulfen.de\/wp01\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Schuermann_008-300x137.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Noch immer lag den Wulfenern die Kommunalreform von 1975 und die daraus resultierende Eingemeindung des Dorfes als \u201eDorsten 11\u201c schwer im Magen. Eine Aufwertung des Dorfkerns war Hannes Sch\u00fcrmann schon deshalb wichtig. Gemeinsam mit der Wulfener Gewerbegemeinschaft und dem Allgemeinen B\u00fcrgersch\u00fctzenverein lie\u00df der Heimatverein auf dem ehemaligen Gel\u00e4nde des Holtkampschen Hofs (heute Wappenbaumplatz) eine Steingruppe mit dem Wulfener Wappen aufstellen. Als Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen gab er als Sinn der Steinsetzung an, Vorsorge dagegen treffen zu wollen, dass der Name \u201eWulfen\u201c verschwinden k\u00f6nnte: \u201eHeute, im Zeitalter der Technik und Computer, gen\u00fcgt schon als Ortsangabe bei Post und Beh\u00f6rde einfach die Zahl 11. Da ist es naheliegend, da\u00df der Name Wulfen allm\u00e4hlich verschwindet. Hoffen wir, da\u00df er durch diese Steingruppe auch nachfolgenden Generationen lebendig bleibt\u2026.\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Gleichzeitig lag es Hannes Sch\u00fcrmann besonders am Herzen, dass der Heimatverein Wulfen den Mitb\u00fcrgern und Mitb\u00fcrgerinnen im gesamten Wulfener Bereich zur Verf\u00fcgung stand. Bereits 1986 beteiligte sich der Verein deshalb am Stadtteilfest \u201eWulfener Woche\u201c in Barkenberg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Unter seinem Vorsitz entwickelte sich der Heimatverein bestens. Einzig zwei Vorg\u00e4nge tr\u00fcben die Erfolgsbilanz. Da ist zum einen der Vereinsaustritt der gesamten Naturschutzgruppe nach einer sehr unerfreulichen Auseinandersetzung mit dem Vorstand. Auch die Weigerung des Vorstands, die Arbeit der Gruppe \u201eDorsten unterm Hakenkreuz\u201c zu unterst\u00fctzen, war keine verdienstvolle Tat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-medium-font-size\">Dr. Johann \u201eHannes\u201c Sch\u00fcrmann starb am 20. September 1991. Auf Wunsch seiner Frau wurde er in Beverungen, ihrem Geburtsort, beerdigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-medium-font-size\">Gudrun \u201eDr\u00fcne\u201c Lutz, geb. Sch\u00fcrmann<br>Marion Rible<\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen 1984 &#8211; 1991 Im Wulfener Wauert Nr. 31 schellte der Wecker stets in aller Fr\u00fche. Drei kleine M\u00e4dchen wollten vor der Schule versorgt werden. 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